
Altes Foto: Juni 1970
Neues Foto: Oktober 2007
Location: 1030 Landstraßer Hauptstraße, Blickrichtung stadteinwärts zur Salmgasse
Die Straßenbahnlinie J verkehrte für lange Zeit zwischen Ottakring und Erdberg , wobei der 3. Bezirk von der Ringstraße kommend via Landstraßer Hauptstraße, Erdbergstraße und Stadionbrücke durchquert wurde. Nach Beginn der Bauarbeiten für die U3 im Jahr 1984 wurde die Linie J nur mehr bis zur Oper kurzgeführt und nach 101-jährigem Bestehen im Oktober 2008 schließlich durch die neu geführte Linie 2 ersetzt.
Der Rochusmarkt (früher: Augustinermarkt) entwickelte sich nach der Auflassung des bis 1784 hier befindlichen St. Nikolai Friedhofs.

Altes Foto: Juni 1963
Neues Foto: Februar 2008
Location: 1010 Friedrichstraße 7, Ende Karlsplatz, Beginn Naschmarkt
Das Verwaltungsgebäude des Österreichischen Verkehrsbüros wurde 1923 von den Otto-Wagner-Schülern Heinrich Schmid und Hermann Aichinger errichtet. Das Büro Schmid-Aichinger war federführend im sozialen Wohnbau der 1. Republik und beispielsweise für zahlreiche Gemeindebauten (Rabenhof, Fuchsenfeldhof…) oder auch für das Hanusch-Krankenhaus verantwortlich - siehe auch hier.
Auch das benachbarte Haus „Zur Bärenmühle“ (1938; rechts im Bild) stammt von Schmid-Aichinger, ebenso das früher am prägnanten Spitz zwischen Rechter Wienzeile und Operngasse beheimatete Bärenhofcafé (später Café Janele), das 1999 durch den Umbau in ein Admiral Sportwetten Café zerstört wurde. Deren Eigentümer, die Novomatic AG, erwarb 2007 auch die ehemalige Zentrale des Verkehrsbüros; das Gebäude wird gegenwärtig adaptiert und soll ab Ende 2009 ein "interdisziplinärer Treffpunkt europäischen Formats inmitten multimedialer Erlebniswelten und gastronomischer Überraschungen" werden.
Hier ums Eck fuhren lange Zeit auch diverse „Zweierlinien“ der Straßenbahn (E2, G2, H2, früher auch J2 und R2), die in ihrem Kernbereich zwischen Karlsplatz und Universitätsstraße ab 1966 unterirdisch geführt wurden und die Trasse für die U2 vorwegnahmen sowie der „Zweierlinie“ ihren umgangssprachlichen Namen gaben. Die Linien E2, G2 und H2 wurden im Juni 1980, zwei Monate vor der U2-Eröffnung, eingestellt; die Linien J2 und R2 gab es schon länger nicht mehr.

Altes Foto: um 1900
Neues Foto: Juli 2006
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße Höhe Paulanerkirche, Blickrichtung stadteinwärts
In diesem seit der Gründerzeit substantiell fast unveränderten mondänen Teil der Wiedner Hauptstraße sticht rechts vor allem der für die Hutfabrikanten P. & C. Habig von Heinrich Adam errichtete
Habig-Hof (1897) hervor.

Altes Foto: 1960
Neues Foto: Jänner 2008
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße 20, Ecke Schleifmühlgasse
Schon seit langem besteht hier eine Filiale der Erste Bank, ursprünglich befand sich an dieser Ecke aber das Café Paulanerhof.

Altes Foto: 1914
Neues Foto: Juli 2006
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße 32
Der deutsche Komponist Christoph Willibald Gluck erwarb dieses Haus im Jahr 1784 als Neubau und starb hier drei Jahre später. Seit 1991 ist hier die Blutspendezentrale des Roten Kreuz Wien untergebracht.

Altes Foto: 1980er Jahre
Neues Foto: Oktober 2007
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße, Ecke Mayerhofgasse, Blickrichtung stadtauswärts
Die Straßenbahnlinie 62 verkehrt schon seit 1915 zwischen Lainz und Kärntner Ring/Oper.

Altes Foto: um 1980
Neues Foto: Oktober 2007
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße 64, Ecke Klagbaumgasse, Blickrichtung stadteinwärts
Dieses auffällige Eckhaus (1913) wurde von Arthur Baron entworfen, der u.a. auch Architekt des „BAWAG-Hauses“ am Fleischmarkt war. Hier auf Wiedner Hauptstraße 64 wohnte auch der Architekt Josef Frank (Werkbundsiedlung u.a.), an den eine Gedenktafel erinnert.

Altes Foto: wahrscheinlich Ende 1970er Jahre
Neues Foto: Oktober 2007
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße Höhe Phorusgasse, Blickrichtung stadteinwärts

Altes Foto: wahrscheinlich Anfang 20. Jhdt.
Neues Foto: Oktober 2007
Location: 1040 Wiedner Hauptstraße 82, Blickrichtung stadtauswärts
Die Kirche St. Thekla und das dazugehörige Piaristenkollegium (seit 1954 Piaristenvolksschule) wurden 1756 nach Plänen von Matthias Gerl fertiggestellt.

Altes Foto: 1903
Neues Foto: Juli 2006
Location: 1050 Wiedner Hauptstraße Ecke Rainergasse, Blickrichtung stadteinwärts
Das Rainergymnasium (rechts) wurde 1894 als Elisabeth-Gymnasium eröffnet und 1929 auf vier Stockwerke erhöht. Die Schule brannte 1945 nach einem Bombentreffer aus und wurde bis 1952 wieder aufgebaut. Das Haus links wurde hingegen neu errichtet, dort befand sich früher das Café Jäger.

Altes Foto: September 1938
Neues Foto: Juli 2006
Location: 1050 Wiedner Hauptstraße Höhe Nikolsdorfer Gasse, Blickrichtung stadtauswärts
Die im Volksmund "Rauchfangkehrerkirche" genannte Florianikirche (der Hl. Florian ist u.a. Schutzpatron der Rauchfangkehrer) stand seit 1725 mitten auf der Wiedner Hauptstraße und galt schon bald als Verkehrshindernis auf dieser wichtigen Ausfallstraße Richtung Süden, das schon Josef II. entfernen lassen wollte. Dennoch behauptete sich die Kirche bis zum Jahr 1965 auf ihrem Standort zwischen Laurenzgasse und Kliebergasse, dann fiel sie paradoxerweise der nunmehrigen unterirdischen Führung der Straßenbahn zum Opfer. Zahlreiche Bürgerproteste konnten nicht verhindern, dass der 5. Bezirk dadurch eines seiner wenigen Wahrzeichen verlor.
Die niedrigen Häuser im Vordergrund wurden alle nach dem 2. Weltkrieg geschliffen.

Altes Foto: 1985
Neues Foto: Februar 2008
Location: 1120 Meidlinger Hauptstraße, Höhe Tivoligasse, Blickrichtung „Meidlinger Platzl“
Die Straßenbahnlinie 8 verkehrte bis zur Eröffnung der U6 am 7. Oktober 1989 zwischen Philadelphiabrücke und Liechtenwerder Platz, dem nördlichen Endpunkt des Gürtel. Die Linie bestand seit Einführung der noch heute gültigen Linienbezeichnungen im Jahr 1907 und wurde nach ihrer Einstellung vor allem im 15. und im 12. Bezirk vermisst, etwa in der Ullmannstraße und der Meidlinger Hauptstraße. Letztere durfte der Achter auch nach ihrer Ende der 1970er Jahre erfolgten Sperre für den Durchzugsverkehr benutzen. Deshalb wurde die Meidlinger Hauptstraße erst nach der Straßenbahnstilllegung und einer weiteren Umgestaltung im Jahr 1994 offiziell zur Fußgängerzone erklärt.
Der August-Fürst-Hof am „Meidlinger Platzl“ (dem historischen Dorfzentrum) im Hintergrund ist besser als Meidlinger Wappenhaus bekannt und stammt aus dem Jahr 1957. Auf ihm sind die Wappen der ehemaligen Meidlinger Vororte abgebildet (am Foto verdeckt).